Motivation meiner Tätigkeit

Ich möchte, dass Kinder beide Eltern haben. Sie sind ein Teil beider Eltern und identifizieren sich mit ihnen. Fehlt ein Elternteil, fehlt auch ein Stück Identität.

Mir hat es sehr dabei geholfen, die frei verfügbaren Beschlüsse des BGH und des für unseren Wohnort zuständigen OLG zu lesen. Es ist wichtig, die Rechtslage zu kennen. Des Weiteren ist wichtig, gut vorbereitet zum Rechtsanwalt zu gehen und diesem auch entsprechend zuzuarbeiten. Außerdem merkst Du dabei, ob der sich wirklich in der Materie auskennt. Denke immer daran, dass alleiniger Maßstab das Kindeswohl ist. Mir wurde 2008 das Aufenthaltsbestimmungsrecht für meinen nun 13-jährigen Sohn zugesprochen, obwohl anfangs alle (Jugendamt, Richterin, Beratungsstelle, etc.) der Mutter zugetan waren und routinemäßig das Kind bei der Mutter sehen wollten.

Warum aber sollte das Kind nicht auch beim Vater leben können, die Mutter geregelten Umgang haben und für den Kindesunterhalt aufkommen? Ein Vater kann einem Kind genauso Liebe und Fürsorge geben und es gut erziehen. Ein Vater kann das auch.

Ich habe viel in Primärquellen gelesen und mich über die Rechtsprechung informiert. In Diskussionen beim Jugendamt und der Anhörung bei Gericht konnte ich argumentieren und auch auf die Kriterien der sogenannten Kindeswohlprüfung eingehen. Der Richterin war nicht bekannt, dass „Bindungstoleranz“ ein streitentscheidendes Kriterium ist. Das war letztendlich erstinstanzlich ausschlaggebendes Kriterium, das ABR auf den Kindesvater zu übertragen. In zweiter Instanz, da die Mutter Beschwerde eingelegt hatte, stellte das OLG fest, dass die Kindesmutter ihre Interessen stets Vorrang vor den wohlverstandenen Interessen des Kindes, nämlich beide Eltern zu behalten, einräumt. Das ABR auf den Vater wurde bestätigt. seit seinem zweiten Lebensjahr lebt das Kind bei dem Vater und die Mutter hat gerichtlich geregelten Umgang; die Ferien werden hälftig geteilt und der Aufenthalt an den Hohen Feiertagen findet im Wechsel statt.

Ganz wichtig ist meiner Auffassung nach, auch selbst gut informiert zu sein, dennoch nicht überheblich oder „klugscheißerisch“ daher zu kommen. Einfach nur im im Interesse seiner Kinder zu handeln, muss die Prämisse sein. Sicher ist es auch notwendig, sein Leben auf die Kinder auszurichten, ohne sich aufzugeben. Da kann es durchaus auch notwendig erscheinen, der Erziehung den Vorzug vor der eigenen Karriere zu geben.

Ich habe meine positive Erfahrung zum Beruf gemacht und arbeite mit den Vätern insoweit zusammen: Das ist das Vorbereiten auf den Rechtsanwaltstermin, das Familiengericht, Jugendamt, Verfahrenspflegschaft, Elternberatungsstelle, Familienrechtspsychologisches Gutachten, Unterstützung bei der Wahl des „richtigen“ Anwaltes, etc. Hier geht es nicht um Rechtsberatung, die ausschließlich Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten vorbehalten ist. Mir geht es um die richtige Kommunikation und Korrespondenz mit den beteiligten Institutionen. Fehler zu Beginn können schwerwiegende Folgen haben. Wer bereitet denn auf ein Beratungsgespräch vor? Wer bereitet auf ein Gespräch mit dem Jugendamt vor? Wer schafft in einer solch hoch emotionalen Phase eine sachdienliche Zuarbeit für seine rechtliche Vertretung oder das Gericht?

Es sollte Dir als Vater und als heute immer noch benachteiligtem Elternteil wichtig sein, den besten Weg für Dein Kind in dieser Situation zu finden und auch auf die Benachteiligung hinzuweisen, denn „Das Elternrecht hat seine Wurzeln nicht in naturgegebener Verschiedengeschlechtlichkeit, sondern besteht in erster Linie im Interesse des Kindes, damit beide Eltern ihrem Pflichtrecht nachkommen können“ (BVerfGE 24, 119, 144 = NJW 1968, 2233, näher dazu u.a. Seibert FamRZ 1995, 1457, 1459, 1460). Auch, wenn die Partnerschaft gescheitert ist, hat das Kind ein Anspruch auf seine beiden Eltern. Ausschlaggebend ist allein das Kindeswohl. Das Wechselmodell kann auch nach der Rechtsprechung des BGH aber auch nur dann funktionieren, wenn die Eltern nicht hoch zerstritten sind und die Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit der Eltern nicht eingeschränkt ist. Dann nämlich widerspricht das Wechselmodell dem Kindeswohl, da die Gefahr besteht, dass das Kind noch mehr im Elternstreit zerrieben wird.

Viele „moderne“ Beschlüsse sind online einzusehen. Ich habe viele Beschlüsse gelesen, um die Regeln und die Sprache dieses Rechtsgebietes zu verstehen. Vieles ist heute schon anders, als noch vor 20 Jahren. Allerdings braucht es seine Zeit, bis es in den Köpfen angekommen ist. Auch bei vielen Gerichten, Jugendämtern, Beraterinnen, etc. Deshalb ist es wichtig, dass Du Deine Verantwortung für Dein Kind nicht komplett aus der Hand gibst, sondern Dich als Anwalt Deines Kindes siehst. Für einen Rechtsanwalt ist es ein Fall von vielen Fällen. Für Dich ist es Dein Kind. Du kannst Einfluss darauf nehmen, wo Dein Kind lebt. Wir können gerne drüber reden.

Ich möchte abschließend darauf hinweisen, dass ich kein Ersatz für einen Anwalt bin und auch keine rechtliche Beratung geben werde.

Mit meiner Erfahrung allerdings kann ich jeden Vater begleiten und bei der Korrespondenz, als auch der Vorbereitung auf die Gespräche und Termine mit den beteiligten Institutionen helfen. Deswegen verstehe ich mich als Krisenmanager und Kommunikationsberater für Väter.

Im Schriftverkehr mit den beteiligten Institutionen unterstütze ich jeden Vater bei der Korrespondenz mit den Institutionen, wie z.B. Jugendamt und Verfahrensbeistandschaft und übernehme als „Ghostwriter“ das Schreiben der Korrespondenz. Auch zusammenfassende Sachstandmitteilungen für den Rechtsanwalt schreibe ich für Dich.

In dieser Krise begleite ich Dich, wir telefonieren, reden und finden gemeinsam Lösungen. Ruf einfach an, wenn Dir danach ist oder schreib mir eine Email mit Deinen Fragen. Wir reden drüber und packen es an.

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